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Schon wieder ein neuer Name

Wie ich an anderer Stelle erzählt habe, sind meine Kinderbücher in Deutschland nicht erhältlich – sondern nur in Frankreich. Jetzt wurde die “Pferdeklinik” auch auf tschechisch veröffentlicht. Ich kann kein Wort lesen – habe  aber sehr über meinen Namen gelacht: Aus Katrin Kaiser wurde Katrin Kaiserova – ich wusste nicht, das auch Eigennamen angepasst werden, aber das ist wohl richtig so…Scan_20150321_234614

Filmische Inspiration: Quieta in den 30ern, DüKa in den 50ern

Jetzt endlich, wie versprochen, ein weiterer Filmschnipsel aus unseren Kellerschätzen. Diesmal ein Schwenk über die Quieta in den 30er Jahren (…unglaublich, wie groß das war! Eines der Gebäude ist heute die Limburg-Schule). Und die DüKa in den 50er Jahren, die ziemlich einsam im Feld stand. Zur Orientierung für alle, die sich in Dürkheim auskennen: Auf dem Gelände steht heute “American Fitness”, daneben ist das Depot der Rhein-Haardt-Bahn.

Start der Lesewoche

Diese Woche sind die “Mandeljahre” in allen Buchhandlungen erhältlich – und heute Abend feiern wir im Dürkheimer Weinrefugium mit einem literarischen Menü die Buchpremiere. Das heißt: Ich lese für 15-20 Minuten, dann kommt wieder ein Gang auf den Tisch. Das wird bestimmt ein toller Abend, auf den ich mich jetzt schon freue. Vor allem, wenn ich das Menü von Weinrefugiums-Koch Markus Thyssen lese: Sellerie-Kürbiscremesuppe, gefüllte Perlhuhnbrust und als Dessert ‘Dreierlei von der Mandel’. Lecker! Weil der heutige Abend fast sofort ausverkauft war, machen wir morgen das gleiche noch einmal: Da haben wir den Zusatztermin angesetzt.

Am Donnerstag Abend lese ich dann um 20 Uhr in der Buchhandlung Osiander in Speyer. Und wenn ich am Freitag heiser bin, dann weiß ich wenigstens woher das kommt… Aber ich werde sicher hier erzählen, wie alles gelaufen ist! Bis dahin muss ich mich noch entscheiden, mit welcher Szene ich die Lesung beende – noch schwanke ich zwischen der Saalschlacht in den ‘Vier Jahreszeiten’ oder doch der Reichsprogromnacht in Dürkheim…

In der Zeitung

Meine “Mandeljahre” sind seit ein paar Tagen auf dem Markt – und passend dazu hat die Tageszeitung “Rheinpfalz” auch darüber berichtet. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten – ist ja immer wieder toll, wenn man das Ergebnis eines Interviews in der Zeitung lesen kann.

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Ach ja: Das Rosenthal-Geschirr auf dem Tisch ist tatsächlich das Geschirr, das es Anfang der 1930er Jahre für die Quieta-Rabattmarken gab. Wir haben das komplette Service im Keller gefunden…

Mandeljahre

Es ist da! Mein neues Buch Mandeljahre!

Es gibt keinen schöneren Moment für einen Autor, als den, an dem man sein neues Buch richtig in Händen halten kann… Heute war es mit “Mandeljahre” soweit. Der Paketbote hat mir das Buch gebracht, das mich in den letzten 18 Monaten ständig begleitet hat. Und sehr viel länger in meinen Gedanken. Das Buch spielt schließlich in dem Haus, in dem ich lebe und erzählt die Geschichte der Menschen, die einst hier gelebt haben…

Natürlich hoffe ich, das mein Roman viele Menschen berührt. Aber jetzt ist es wohl wie bei einem Kind, das man in die Welt entlässt: Jetzt kann ich nichts mehr daran ändern. Ich hoffe, die “Mandeljahre” finden viele Freunde, die von den Pfälzer Kaffeeröstereien genauso fasziniert sind wie ich.

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Ich bin Katrin & Emma!

Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Rechtzeitig zur Veröffentlichung meines neuen Romans “Mandeljahre” habe ich mich entschieden, mir bei meiner Arbeit künftig über die Schultern blicken zu lassen. Das heißt: Ich erzähle davon, wie es zu “Mandeljahre” gekommen ist, woher so manche Szene stammt und kann auch Fragen beantworten, die womöglich beim Lesen aufkommen.

Natürlich erzähle ich auch davon, was in meinem nächsten Buch passiert. Ich werde einzelene Absätze oder Kapitel vorstellen und euch nach einer Meinung fragen. Wer weiß – vielleicht können meine Leser mir ja auch helfen, wenn ich irgendwo in einer Sackgasse stecke…

Die häufigste Frage kann ich allerdings sofort beantworten: Die nach meinen Namen. Bücher schreibe ich mit drei verschiedenen Identitäten. Das liegt nicht an meiner gespaltenen Persönlichkeit, sondern ist eigentlich schnell zu erklären. Meine ersten Bücher waren allesamt Kinderbücher, damals war ich noch nicht verheiratet und hieß Katrin Kaiser. So kam er zu den ersten 13 Büchern. Als ich anfing das erste Erwachsenenbuch (“Dr. Hope”) zu schreiben, wollte der Verlag nicht eine Kinderbuchautorin verpflichten und hat nach einem Pseudonym gefragt. Das habe ich aber nicht gebraucht: Ich hatte ohnehin gerade eben geheiratet und einen ganz neuen Namen im Pass. Den habe ich dann eben genommen und Katrin Tempel hat weiter geschrieben. Anders war es bei meinem ersten “exotischen” Roman (“Der Tanz des Maori”) – diese Art Literatur wird eben immer von englischen Damen geschrieben, ich sollte also einen englischen Namen annehmen. Inzwischen hatten wir eine Tochter, Emma. Wie es dann zu Emma Temple kam, kann sich jeder schnell ausmalen. Ich kann nur hoffen, dass meine Tochter nicht auch noch anfängt zu schreiben. Oder dass sie das erst dann beginnt, wenn ich schon lange nicht mehr aktiv bin…

Ich wünsche allen viel Spaß auf meiner Seite – und freue mich über Kommentare.

Mandeljahre Inspirationen

Wann entsteht die allererste Idee für ein Buch? Was ist die Keimzelle, aus der am Ende über 400 Seiten entstehen? Meistens ist das schwierig zu beantworten, im Fall der “Mandeljahre” ist das aber leicht.

Mein Mann stammt aus Bad Dürkheim, hier lebte er in einem wunderschönen Jugendstilhaus in der Innenstadt. Ich bin bei ihm eingezogen und musste schnell lernen, dass für die meisten Dürkheimer das Haus als “Opitzhaus” bekannt war. Opitz, das war Mädchenname meiner Schwiegermutter. Und die Familie war offensichtlich bekannt, da Fritz Opitz in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts zunächst in den Quieta-Werken als Geschäftsführer, später bei der DÜKA der Eigentümer war. Große Arbeitgeber in Dürkheim, die Kaffee produzierten. Unser Haus wurde von diesem Fritz Opitz, dem Großvater meines Mannes, gekauft – seitdem ist es ununterbrochen im Familienbesitz und überlebte beide Weltkriege ohne irgendwelche Schäden. Im Keller fand mein Mann 9,5 mm-Filme, die das Leben als erfolgreiche Unternehmer in den 20er Jahren anschaulich illustrierten. Nach der Digitalisierung zeigten die wackelnden schwarz/weiß-Bilder fröhliche Menschen in einem privaten Swimming Pool, beim Wandern oder die Kinder beim Spielen. Mit diesen Bildern fing meine Phantasie an zu arbeiten: Wie war das wohl damals? Und warum gab es eigentlich erst die Kaffeefabrik Quieta und dann die DÜKA (Dürkheimer Kaffeefabrik). Und warum waren sich die beiden Eigentümerfamilien, die einst befreundet waren, irgendwann spinnefeind?? All diese Fragen waren der Anfang einer langen und ausführlichen Recherche, die nicht nur in unseren Keller führte – sondern auch in Archive, alte Fotoalben und Aufzeichnungen. Und irgendwann war mir klar: Diese “Pfälzer Buddenbrooks” müssen einfach zu einem Buch verarbeitet werden.

Den ersten “familiären” Teil der Filme könnt ihr hier sehen. Das politische Bad Dürkheim in diesen Filmen werde ich dann das nächste Mal vorstellen…